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Presse / Veröffentlichungen 

Künstlergespräch Fritzi Haußmann / Radiale 2021
Die Kuratorin Barbara Auer interviewt die Künstlerin zu ihrem Beitrag zur Radiale 2021 in der ehemaligen Synagoge Walldorf

Radiale 2021 _ Rhein Neckar Zeitung _ 06.06.202


Deltabeben _ Die Rheinpfalz _ 12.12.2020

https://www.rheinpfalz.de/kultur_artikel,-mannheim-und-ludwigshafen-deltabeben-unter-verschluss-_arid,5144752.html?reduced=true

Sommerausstellung 2019 _ Mannheimer Morgen _ 11.07.2019

Künstlerportrait _ Mannheimer Morgen _ 15.09. 2018

https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel,-metropolregion-ich-musste-einfach-was-machen-_arid,1315707.html

 

Textauszüge

Die dunkle, durch Nuancen des schwarz, silbrig und seidig schimmernden Gummis strukturierte Oberfläche der hier ortsspezifisch installierten Skulptur entfaltet eine unheimliche Lebendigkeit. Schattige Zwischenräume absorbieren das Licht, während der Geruch des Materials im Raum liegt.
Haußmann arbeitet prozessorientiert und entwickelt das jeweilige Werk aus dem Material und dem umgebenden Raum heraus.  Körper und Objekt stehen in einem Zusammenhang, weshalb die Künstlerin auch Fragmente des Körperlichen herstellt, die dann in Performances eingesetzt werden.
Sebastian Baden, Kurator, Kunsthalle Mannheim

Die Vielseitigkeit zeichnet die künstlerische Arbeit von Fritzi Haußmann aus. Siebdruckverfahren, großformatige Fotografien, Fotografie und Video als Ergebnis einer performativen Arbeit. Eine umfangreiche skulpturale Arbeit, die einerseits eigenständig ist, aber eben auch Bestandteil von Rauminstallationen sein kann. Die Diversität begründet sich durch das jeweilige inhaltliche Thema und die dafür bestmögliche materielle Umsetzungsmöglichkeit. So spiegeln sich thematische Überschneidungen in den verschiedensten Disziplinen wider, und auch umgekehrt: ein Material, hier gebrauchte Fahrradschläuche, ist Bestandteil der Skulptur, Installation oder Performance….
Magnus von Stetten

Diese Installationen sind fremdartige, rätselhafte Welten voller Gegensätze: Verdichtung und Transparenz, Mattheit und Glanz, kompakte Form und filigrane Linie, Erstarrung und Bewegung spielen in der Komposition zusammen. Hier sind viele assoziative Ebenen der Betrachtung eröffnet, und doch geht es zunächst eigentlich ums Material – seine sinnlichen und technischen Eigenschaften, seine Schönheit, seine Möglichkeiten.
Kim Behm, Kunsthistorikerin

In vergleichbarer Weise, wie Fritzi Haußmann Fotografien mit Tape, Sprühlack und Siebdruck bearbeitet, kombiniert sie in jüngeren Arbeiten Artefakte (Tuschezeichnungen) mit Readymades (Fahrradschläuchen): das Endprodukt ist auch hier wieder die Fotoarbeit (tube drawings). Schon diese – eigentlich zweidimensionalen – Werke entfalten enorme räumliche Wirkung. Aber die Künstlerin geht einen Schritt weiter. Sie befreit die Schläuche gewissermaßen aus dem 2D-Modus und führt sie als skulpturale Elemente weiter. Schläuche, Zweige, Strümpfe verspannen jetzt den Raum. In ortsgebundenen Installationen wird dieser zum Aktionsfeld für die liegenden, hängenden, miteinander verwobenen Werkstücke (tube objects). Hier und da münden die Tentakeln gleichenden Schläuche in kleine gefüllte Ballons, quasi Knospen. Sie scheinen die Dynamik des Gebildes aufzuhalten, vielleicht aber transformieren sie die aufgestaute Energie in einen neuen Zustand. Mit diesen Arbeiten entwickelt Fritzi Haußmann Raumzeichnungen von großer Ausdruckskraft.
Dr. Juliane Huber, Rektorin der Kunstakademie Mannheim

In ortsgebundenen Installationen entwickelt Fritzi Haußmann durch Collagieren, Überblenden und Gegenüberstellen gleicher Materialien in verschiedenen Medien spezifische Raumsituationen, in denen ihre Themen von allen Seiten betrachtet werden können. Fritzi Haußmanns Mittel der Wahl ist das der Wieder- und Weiterverwendung, also der Transformation bereits bestehender Arbeiten in einen jeweils neuen Aggregatzustand. Den Ausgangspunkt bilden dabei häufig bereits Raumsituationen, die sie fotografiert, im Bild mit Klebeband vermisst, an einer Wand anbringt und dann mit tubenförmige Materialien wiederum in einen Kontext zum realen Raum setzt.
Als plastisches Material kommen überwiegend Fahrradschläuche, aber auch Strümpfe zum Einsatz. Die Schläuche sind nicht nur dehnbar, sie bieten durch ihre schwarze Färbung auch einen deutlichen Kontrast zu den Wänden des white cube.
Stefanie Kleinsorge, Port 25 – Raum für Gegenwartskunst